„Feedback ist ein Geschenk“ – das habe ich vor vielen Jahren gelernt.

„Du musst es anhören, Dich bedanken und sollst nichts dazu sagen. Rechtfertigen tut man sich nicht. Am besten serviert man Feedback als Burger – also Gutes, Schlechtes, Gutes.“

Wie RAFAEL Deine Feedbacks auf eine höhere Ebene hebt

Das erzählen Dir auch heute noch viele Kommunikationstrainer.

Und bei mir gehen dann die Bauchschmerzen erst richtig los.

Was passiert in der Praxis von Feedbackgesprächen?

Du schüttest Deine Meinung über den anderen aus. Solange Du lobst, ist alles noch halbwegs ok. Wenn Du aber mehr „Schlechtes“ hast, sitzt Dein Gegenüber am Ende da wie ein begossener Pudel.

Und Du weißt nicht:

  • Sind Deine Punkte angekommen?
  • Wurden sie verstanden?
  • Wurden sie akzeptiert?

Von echter Veränderung rede ich hier noch gar nicht.

Und die Lösung für das Problem?
DEINE natürlich – übergestülpt auf die andere Person.

Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis Ihr zum gleichen Thema wieder zusammensitzt.

Feedback geben als Führungskraft – wie geht es besser?

Mit RAFAEL.

RAFAEL ist eine Gesprächstechnik, die ein wirkliches Gespräch ermöglicht. Du hörst die Selbsteinschätzung des Mitarbeitenden und hilfst ihm oder ihr, die eigene Lösung zu finden und zu erarbeiten.

Gerade für Führungskräfte, die Feedbackgespräche wirksam und nachhaltig führen wollen, ist das ein echter Gamechanger.

RAFAEL steht für

  • R – Report des Mitarbeitenden
  • A – Alternativen vom Mitarbeitenden
  • F – Feedback von der Führungskraft
  • A – Abgleich der gefundenen Punkte
  • E – Erarbeiten von
  • L – Lösungen durch den Mitarbeitenden

So führst Du ein Feedbackgespräch mit RAFAEL

R – Report des Mitarbeitenden

Hier stellst Du folgende Fragen und hörst erstmal nur zu.

Ohne zu kommentieren oder einzusteigen. Verständnisfragen sind erlaubt.

  1. Was lief / läuft gut?
    → reden lassen, nachfragen, ermuntern, mehr zu sagen
  2. Wo hat es gehakt?
    → reden lassen, nachfragen, ermuntern
    ACHTUNG: Frag genau so und nicht „Was lief schlecht?“

A – Alternativen vom Mitarbeitenden

Frage: Was (genau) würdest Du ändern oder anpassen?

  • reden lassen
  • nicht kommentieren
  • Punkte aufschreiben
  • noch nicht zu tief einsteigen

F – Feedback von der Führungskraft

Jetzt darfst Du 😊

  • Was war gut?
  • Wo hat es aus Deiner Sicht gehakt?
  • Was sollte geändert werden?

Je nach Situation schlägst Du vor – oder weist an.


A – Abgleich

Ihr benennt die gemeinsam genannten Punkte noch einmal und beschließt, welche Themen prioritär bearbeitet werden.


E & L – Erarbeiten von Lösungen

Diese sollten im Wesentlichen vom Mitarbeitenden kommen.

  • keine Floskeln
  • klar benanntes WAS
  • klar benanntes WIE

Höre gut zu, frage tiefer nach, bleibe beharrlich. Halte Deine eigenen Lösungen zurück und bring sie nur ein, wenn auch nach mehreren Nachfragen nichts kommt.

Warum diese Feedback-Methode wirkt

Vielleicht stellst Du fest, dass Dein Mitarbeitender auf richtig gute Lösungen kommt. Vielleicht stellst Du fest, dass im Bereich der Lösungsfindung noch Potenzial liegt.

In jedem Fall erarbeitet Ihr auf diese Weise Lösungen mit deutlich mehr Commitment. Führungskräfte und Mitarbeitende erleben diesen Prozess als echte Bereicherung.

Die Vorteile von RAFAEL auf einen Blick

  • Geordnete Struktur
  • Selbstbild–Fremdbild-Abgleich
  • Mehr Commitment durch selbst erarbeitete Lösungen

Wofür kannst Du RAFAEL nutzen?

  • Leistungsbeurteilungen
  • Zielgespräche
  • Reflexion bestimmter Situationen
  • Analyse von Verkaufs- oder Kundengesprächen

Probier es aus. Es lohnt sich.

Die einzige Kunst (und das kann man lernen):
sich zurückzuhalten.

Willst Du lernen?
Geht bei mir 😉

Kathrin Eger - Business-Coach

Hallo, ich bin Kathrin Eger.

Gründerin von EaGER to Change Business Coaching. Ich begleite mit vielen schönen Erfahrungen Führungskräfte, Unternehmer*innen und deren Mitarbeitende als Coach.

Seit 2012 betreue ich jährlich bis zu 120 Klienten im Executive Coaching und habe zu jedem Moment das Ergebnis für meinen Coachee und dessen Personal, sowie die Ziele der Organisation im Blick und verstehe in diesem Sinne auch die Bedeutung und die Entwicklung aller Gespräche.

Mehr über mich