Wenn Leistung sich angleicht: Wie fehlende Klarheit Teams ausbremst

Der Auftrag: Schlechte Mitarbeiterbefragung – und viele offene Fragen

Der Auftrag kam über eine klassische Ausgangssituation: Eine Mitarbeiterbefragung mit ernüchterndem Ergebnis, eine gewisse Ratlosigkeit auf Kundenseite und die Frage, was hinter den Zahlen eigentlich steckt.

Also habe ich Gespräche geführt. Mit Führungskräften, mit Mitarbeitenden, mit Menschen, die den Alltag aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erleben. Und wie so oft zeigte sich kein einzelnes großes Problem, sondern ein Muster, das sich durch viele Aussagen zog.

Wenn Leistung im Team an Bedeutung verliert

Ein Gedanke tauchte immer wieder auf:
Warum sollte ich mehr leisten als andere, wenn am Ende kein Unterschied erkennbar ist?

In diesem Satz steckt bereits die ganze Dynamik. Sie beginnt mit einem Vergleich, entwickelt sich über ein Gefühl von Ungleichgewicht und führt schließlich zu einer Anpassung im eigenen Verhalten. Schritt für Schritt verschiebt sich die Orientierung, bis sie sich an dem ausrichtet, was gerade noch ausreichend ist.

Ich nutze für dieses Phänomen gerne das Bild vom Krabbenkorb. Mehrere Tiere in einem offenen Korb, und sobald eine versucht, sich nach oben zu bewegen, ziehen die anderen sie zurück. Einfach als Reflex.

Fehlende Transparenz in der Führung verstärkt die Abwärtsspirale

Genau das war in diesem Unternehmen spürbar.

Die Unterschiede in der Leistung waren allen bewusst. Gleichzeitig fehlte eine klare Differenzierung, insbesondere über den Lohn und in der Anerkennung dessen, was als guter Beitrag gilt. Ebenso fehlte ein erkennbarer Umgang mit den Situationen, in denen Leistung dauerhaft hinter den Erwartungen bleibt. Damit entsteht ein Raum, in dem Mitarbeitende sich ihre eigene Orientierung bauen.

Und diese Orientierung folgt leider selten den Besten.

Was Mitarbeitende wirklich brauchen: Orientierung statt Gleichbehandlung

An dieser Stelle beginnt Führung wirksam zu werden. Weniger über Kontrolle, sondern über Klarheit, die im Alltag spürbar ist. Mitarbeitende wollen verstehen, woran sie sind, was erwartet wird und ob ihr Einsatz gesehen wird.

Diese Fragen stehen oft unausgesprochen im Raum und suchen sich ihre Antworten, wenn sie nicht aktiv aufgegriffen werden.

5 konkrete Hebel für mehr Klarheit in der Führung

In der Praxis zeigt sich das in kleinen, aber entscheidenden Punkten:

  • Erwartungen gewinnen an Wirkung, wenn sie konkret formuliert sind und sich auf beobachtbares Verhalten beziehen
  • Gespräche über Leistung entfalten ihre Stärke, wenn sie regelmäßig stattfinden und nicht erst dann, wenn etwas schiefläuft
  • Feedback wird dann glaubwürdig, wenn Unterschiede benannt werden und nicht alles in einem allgemeinen „passt schon" verschwimmt
  • Die Gespräche, die gerne aufgeschoben werden, entwickeln oft genau die Klarheit, die Teams Orientierung gibt
  • Haltung zeigt sich in Verlässlichkeit und Konsequenz im Umgang mit wiederkehrenden Themen

Führung entscheidet über die Richtung im Team

Was ich in diesen Gesprächen sehr deutlich wahrgenommen habe: Mitarbeitende registrieren genau, wie Führung mit Leistung umgeht. Sie sehen, wer Verantwortung übernimmt, wer sich zurückzieht und wie darauf reagiert wird.

Aus diesen Beobachtungen entsteht ein Bild davon, was sich lohnt und was eher nicht. Und dieses Bild beeinflusst das Verhalten stärker als jede offizielle Botschaft.

Wenn Du als Führungskraft an dieser Stelle ansetzt, veränderst Du die Richtung, in die sich ein Team entwickelt.

Mein Ansatz: Klarheit schaffen, ohne Härte zu erzeugen

Genau hier begleite ich Organisationen und Führungskräfte: in der Übersetzung solcher Muster in eine klare, alltagstaugliche Führungspraxis. Ohne große Programme, sondern über saubere Gespräche, nachvollziehbare Erwartungen und eine Form von Transparenz, die Menschen ernst nimmt.

Denn sobald erkennbar wird, dass Unterschiede wahrgenommen und eingeordnet werden, verändert sich etwas Entscheidendes: Leistung bekommt wieder Bedeutung.

Und was heißt das jetzt für Dich als Führungskraft?

Vielleicht erkennst Du an der einen oder anderen Stelle Dein eigenes Team wieder.

Diese leisen Verschiebungen, die im Alltag kaum auffallen und sich erst über Zeit in den Ergebnissen zeigen. Dieses Gefühl, dass eigentlich mehr möglich wäre – und gleichzeitig die Frage, wo man konkret ansetzen soll, ohne direkt alles auf den Kopf zu stellen.

Genau an dieser Stelle lohnt sich ein gemeinsamer Blick von außen. Ein Gespräch, in dem Du Deine aktuelle Situation einordnen kannst, Muster klarer werden und erste Ansatzpunkte entstehen, die sich in Deinen Führungsalltag integrieren lassen.

Wenn Du das Gefühl hast, dass sich bei Dir gerade etwas in diese Richtung entwickelt oder bereits festgesetzt hat, dann lass uns sprechen.

In einem ersten Austausch schauen wir gemeinsam auf Deine Situation und klären, wo Du ansetzen kannst, um wieder mehr Klarheit und Orientierung in Dein Team zu bringen.

👉 Hier kannst Du direkt einen Termin mit mir buchen
Kathrin Eger - Business-Coach

Hallo, ich bin Kathrin Eger.

Gründerin von EaGER to Change Business Coaching. Ich begleite mit vielen schönen Erfahrungen Führungskräfte, Unternehmer*innen und deren Mitarbeitende als Coach.

Seit 2012 betreue ich jährlich bis zu 120 Klienten im Executive Coaching und habe zu jedem Moment das Ergebnis für meinen Coachee und dessen Personal, sowie die Ziele der Organisation im Blick und verstehe in diesem Sinne auch die Bedeutung und die Entwicklung aller Gespräche.

Mehr über mich